Das Nachlassen von Konzentration wird oft vorschnell den jüngeren Generationen zugeschrieben. Doch wie dieser Newsletter zeigt: Ablenkung, Reizüberflutung und das ständige Springen zwischen Aufgaben sind kein Problem der Generationen Z oder Alpha, sondern prägen heute den Alltag von Kindern, Eltern und Großeltern gleichermaßen. Gerade deshalb lohnt es sich, den Blick von Schuldfragen weg und hin zu einer gemeinsamen Aufgabe zu lenken.
Familien profitieren, wenn sie offen darüber sprechen, was Konzentration im Alltag erschwert, was Einzelnen hilft und wo es immer wieder hakt. Ein wichtiger Aspekt ist dabei auch die Vorbildrolle der Erwachsenen: Kinder nehmen sehr genau wahr, wie oft Eltern selbst zum Handy greifen, Gespräche unterbrechen oder mehrere Dinge gleichzeitig tun.
Umso hilfreicher kann es sein, wenn Erwachsene sich nicht nur als Erklärende verstehen, sondern sich auch einmal bewusst Feedback von ihren Kindern geben lassen. Wo nicht belehrt, sondern gemeinsam beobachtet, ausprobiert und reflektiert wird, entsteht meist nicht nur mehr Verständnis füreinander, sondern auch ein entspannteres und unterstützenderes Familienklima.
Probiert in den nächsten Tagen ganz bewusst ein 60-minütiges Fokusfenster ohne Handy, ohne Unterbrechung und ohne Multitasking aus – und beobachtet, was sich verändert.
Oft beginnt mehr Konzentration nicht mit noch mehr Disziplin, sondern mit einer kleinen, konsequent geschützten Veränderung im Alltag.
In dieser Blogreihe beschäftigen wir uns mit dem Thema „Fokussierung- ein Luxusgut„.