Von Christiane Freihold

Wer zufrieden ist, leistet mehr

Zusammenhang zwischen Arbeitszufriedenheit und Produktivität

Fehlzeiten und Krankheitstage sind nur die Spitze des Eisbergs. Darunter liegen viele Aspekte, die Arbeitsleistung und Produktivität negativ beeinflussen, lange bevor ein Mitarbeiter nicht mehr zur Arbeit kommt oder kommen kann. Und tatsächlich gibt es einen engen Zusammenhang zwischen Arbeitszufriedenheit und Produktivität und einen negativen Zusammenhang zwischen Zufriedenheit und Fehlzeitenquote. Im Fehlzeitenreport der AOK 2022 wurde deutlich, dass der entscheidende Faktor die empfundene Sozialverantwortung von Unternehmen ist.

Bei Mitarbeitern, die in ihrem Unternehmen eine besonders hohe Unternehmensverantwortung wahrnehmen, geht dies bei 96,7 Prozent mit hoher Leistungsbereitschaft, bei 95,6 Prozent mit hoher Verbundenheit mit dem Unternehmen und bei 96,5 Prozent mit hoher Arbeitszufriedenheit einher.

Im Vergleich sieht man bei den Mitarbeitern, die in ihrem Unternehmen eine niedrige Unternehmensverantwortung sehen, nur bei 76,4 Prozent eine hohe Leistungsbereitschaft, bei 60,6 Prozent eine hohe Unternehmensverbundenheit und bei 69,6 Prozent eine hohe Arbeitszufriedenheit. Einen ähnlichen Zusammenhang gibt es auch in Bezug auf die Fehltage: Beschäftigte, die die Unternehmensverantwortung als gut bewerteten, hatten in den letzten 12 Monaten 9,7 Krankheitstage. Beschäftigte, die die Unternehmensverantwortung als schlecht einstuften, waren dagegen 14,2 Tage krankheitsbedingt arbeitsunfähig.

Weitere Artikel zum Thema Zufriedenheit findet ihr im Blog „Wie misst man Arbeitszufriedenheit“ und „Umgang mit Unzufriedenheit lernen“.

Titelfoto von pexels-fauxels

Psycho-Hacks vom rosaroten Elefanten

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Christiane Freihold
Christiane Freihold
Als Psychologin (Diplom) und systemische Beraterin mit Linien- und Beratungserfahrung in mittelständischen Unternehmen, Konzernen und Behörden möchte ich einen Beitrag dazu leisten, dass wir beruflich und privat neugierig aufeinander bleiben, uns gegenseitig besser verstehen, auf Bedürfnisse des Gegenübers angemessener reagieren und die Welt ein Stück fröhlicher und lebenswerter machen.

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