Von Christiane Freihold

Führung ist Stimmungsmache – im besten Sinn

Wie viel Potenzial in deutschen Unternehmen brachliegt, zeigt der aktuelle Gallup Engagement Index: Nur 10 % der Beschäftigten fühlen sich ihrem Arbeitgeber wirklich verbunden. 77 % machen Dienst nach Vorschrift, 13 % haben innerlich schon gekündigt (Gallup, 2026). Die gute Nachricht: Stimmung ist kein Schicksal. Man kann sie beeinflussen, und Führungskräfte haben dabei den größten Hebel, denn Führung ist Stimmungsmache.

Denn, wie wir bereits wissen, ist Stimmung ansteckend (emotionale Ansteckung). In Experimenten reichte eine einzige Person mit gezielt guter oder schlechter Laune, um die ganze Gruppe mitzuziehen. Das veränderte sogar, wie gut die Gruppe zusammenarbeitete und wie viel sie stritt (Barsade, 2002). Bei Führungskräften ist dieser Effekt besonders stark, denn auf sie schauen alle (Sy, Côté & Saavedra, 2005).

Damit gute Stimmung überhaupt entstehen kann, braucht es psychologische Sicherheit. Lest hierzu gerne auch unseren Blog-Artikel „Gute Führung bedeutet Psychologische Sicherheit“.

 In Teams, in denen man Fehler und Bedenken ohne Angst ansprechen darf, lernen alle mehr und besser (Edmondson, 1999). Das Gegenteil erlebt man oft in Veränderungsphasen: Wo Informationen fehlen, entstehen Gerüchte. Die Lücken füllen sich mit dem Befürchtungen, Ängsten und negativen Erfahrungen.

Und schließlich entsteht das Klima in einem Unternehmen aus vielen kleinen Signalen. Wie begrüßt die Chefin morgens ihr Team? Wie reagiert man im Meeting auf eine schlechte Nachricht? Wird ein Erfolg gefeiert oder nur abgehakt? Genau solche Momente entscheiden, ob die Stimmung kippt oder trägt.
Das klingt einfach, und das ist es auch. Die eigentliche Kunst besteht darin, dranzubleiben, auch wenn der Alltag laut und turbulent wird. 😊

Für mehr Stimmungs-Durchblick empfehlen wir:

„Factfulness“ von Hans Rosling
Der schwedische Gesundheitsforscher zeigt, warum selbst Expertinnen und Experten die Welt systematisch schlechter einschätzen, als sie ist. Er beschreibt zehn Denkfallen, darunter den „Negativitätsinstinkt“, und liefert praktische Faustregeln für einen realistischeren Blick.
Unsere Empfehlung: Die perfekte Ergänzung zu unserem Faktencheck und ein echter Stimmungsaufheller.

Schlechte Stimmung in ihrem Unternehmen? Wie finden gemeinsam eine Lösung!

Foto: Pexels

Psycho-Hacks vom rosaroten Elefanten

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Christiane Freihold
Als Psychologin (Diplom) und systemische Beraterin mit Linien- und Beratungserfahrung in mittelständischen Unternehmen, Konzernen und Behörden möchte ich einen Beitrag dazu leisten, dass wir beruflich und privat neugierig aufeinander bleiben, uns gegenseitig besser verstehen, auf Bedürfnisse des Gegenübers angemessener reagieren und die Welt ein Stück fröhlicher und lebenswerter machen.

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