Menschen, die Fehler zugeben, werden als sympathischer wahrgenommen
Von Christiane Freihold

Menschen, die Fehler zugeben, werden als sympathischer wahrgenommen

Fehler gehören zum Menschsein. Doch während manche Menschen alles daran setzen, ihre Fehler zu vertuschen, geben andere ihre Missgeschicke offen zu. Interessanterweise zeigt die Forschung, dass Menschen, die ihre Fehler zugeben, oft als sympathischer und sogar kompetenter wahrgenommen werden.

Die Psychologie des Fehler-Zugebens
Ein Team von Psychologen der University of California, Berkeley, führte eine Studie durch, die zeigte, dass Menschen, die ihre Fehler zugeben, als vertrauenswürdiger und kompetenter wahrgenommen werden. Die Studie zeigte, dass Ehrlichkeit und Transparenz in der Wahrnehmung anderer Menschen positive Eigenschaften sind, die Vertrauen und Sympathie fördern.

Warum das Zugeben von Fehlern Sympathie schafft
Fehler zuzugeben zeigt menschliche Verletzlichkeit. Diese Verletzlichkeit ermöglicht es anderen, sich besser mit uns zu identifizieren und eine tiefere Verbindung aufzubauen. Menschen, die ihre Fehler eingestehen, wirken ehrlich und aufrichtig – Eigenschaften, die in sozialen und beruflichen Kontexten sehr geschätzt werden.
Darüber hinaus signalisiert das Zugeben von Fehlern Lernbereitschaft und Selbstbewusstsein. Es zeigt, dass eine Person aus ihren Fehlern lernen und sich verbessern möchte, was als Zeichen von innerer Stärke und Wachstumsorientierung gesehen wird. Dies kann besonders im beruflichen Umfeld dazu führen, dass solche Personen als kompetenter und erfolgreicher wahrgenommen werden.

Der Spotlight-Effekt: Warum wir unsere Fehler überschätzen
Der Spotlight-Effekt ist ein psychologisches Phänomen, bei dem Menschen glauben, dass ihre Fehler und Schwächen anderen stärker auffallen, als es tatsächlich der Fall ist. Dieses Phänomen führt dazu, dass viele versuchen, ihre Fehler zu vertuschen, aus Angst, negativ beurteilt zu werden. Die Realität sieht jedoch oft anders aus: Die meisten Menschen sind viel weniger aufmerksam auf die Fehler anderer, als wir denken.

Indem wir uns des Spotlight-Effekts bewusst werden, können wir besser verstehen, dass unsere Fehler oft gar nicht so dramatisch wirken, wie wir annehmen. Diese Erkenntnis kann uns dazu ermutigen, offener mit unseren Fehlern umzugehen und sie zuzugeben, anstatt zu verbergen.

Fazit
Fehler zuzugeben ist ein Zeichen von Stärke und Authentizität. Studien zeigen, dass Menschen, die ihre Fehler offen kommunizieren, als sympathischer und erfolgreicher wahrgenommen werden. Der Spotlight-Effekt spielt dabei eine wichtige Rolle, indem er uns oft glauben lässt, dass unsere Fehler viel mehr im Fokus stehen, als sie es tatsächlich tun. Indem wir diese psychologischen Mechanismen verstehen und uns ihnen stellen, können wir nicht nur unser Selbstbewusstsein stärken, sondern auch unser Ansehen in den Augen anderer verbessern.

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Foto: Bild von Augusto Ordóñez auf pixabay

Psycho-Hacks vom rosaroten Elefanten

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Christiane Freihold
Christiane Freihold
Als Psychologin (Diplom) und systemische Beraterin mit Linien- und Beratungserfahrung in mittelständischen Unternehmen, Konzernen und Behörden möchte ich einen Beitrag dazu leisten, dass wir beruflich und privat neugierig aufeinander bleiben, uns gegenseitig besser verstehen, auf Bedürfnisse des Gegenübers angemessener reagieren und die Welt ein Stück fröhlicher und lebenswerter machen.

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